Lisa und Nora haben mir eine großartige Empfehlung auf ihrem Blog Jetzt mal ohne Quatsch gegeben. ARTE hat sich am Wochenende dem Thema Amerikanische Serien in Form einer vierteiligen Doku vollkommen hingegeben und führt dies am 01. Dezember gleich mal weiter. Für weitere Infos zum Format und die einzelnen Themen der Dokus einfach mal bei Jetzt mal ohne Quatsch vorbeischauen! Für alle Serienverliebten und Nerds ist das wohl das erste Geschenk für die kommende Weihnachtszeit. Danke!
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Dienstag, 27. November 2012
Dienstag, 13. November 2012
Lisa, Amelie und das "Internationale Filmfest Braunschweig"
Vom 06. - 11. November fand in Braunschweig dieses Jahr zum 26. Mal das Internationale Filmfest Braunschweig statt. Da ich als arme Kirchenmaus mir nicht viel, aber ein wenig leisten konnte, und meine filmbegeisterte Freundin Lisa sich auf den weiten Weg von Berlin ins niedersächsische Land aufmachte, musste und wollte ich mir eine sogenannte 5er-Karte kaufen. Für das nächste Jahr weiß ich, dass ich dies wohl lieber bleiben lassen sollte, denn in einige Filme kamen wir gar nicht erst rein, weil wir keine "stolzen" Besitzer von Kreditkarten waren und uns so die Plätze in den Filmen nicht zuvor über das Internet sichern konnten. Am Ende konnten wir somit leider nur drei Filme sehen. Davon konnte uns aber nur einer völlig aus den Sesseln hauen.
Fangen wir aber mal von hinten an: Sonntag endete mit einem Film aus der Reihe "Neues Kino aus Kanada". Beat Down ist ein Film über ein fünfzehnjähriges Mädchen, das gegen den Willen ihres Vaters Wrestlerin werden möchte. Nett, aber auch nicht mehr.
Den Samstag haben wir mit dem Dokumentarfilm Holocaust Light - gibt es nicht! verbracht. Die Holocaust-Überlebende Sara Atzmon schildert hier unter der Regie von Ilona Rothin ihr Überleben und nicht zuletzt ihr heutiges erfülltes Leben als Künstlerin und Botschafterin gegen das Vergessen. Atzmon ist eine beeindruckende Frau, die besonders einfühlsam Kinder und Jugendliche mit dem Schrecken des Holocaust in Berührung bringt. Leider wirkt die filmische Umsetzung künstlerisch etwas zu dick aufgetragen, und ganz besonders unangenehm waren die unmöglichen Interviews auf der Straße irgendwelcher Menschen auf der Durchreise. Dennoch bleibt besonders durch die Anwesenheit der faszinierenden Sara Atzmon nach der Filmvorführung dieses Erlebnis in guter Erinnerung.
Der Film, der Lisa und mich völlig umgehauen hat, ist die bemerkenswerte Arbeit Georg Maas', basierend auf dem Romanmanuskript Eiszeiten von Hannelore Hippe. Zwei Leben spielt in Norwegen und Deutschland. Die meiste Zeit bewegen sich Zuschauer und Akteure im Jahr 1990 kurz nach dem Mauerfall. Das Leben Katrine Evensens gerät durch die politische Neuordnung Europas massiv ins Wanken. Um dies zu verhindern und ihr Geheimnis zu behüten, muss Katrine gegen ihren Willen ins alte Leben zurückkehren. Maas schilderte nach der Vorführung die schwierige und langwierige Entstehung seines Films, die erst durch Forian Henckel von Donnersmarcks Erfolg Das Leben der Anderen Finanzierungsaufschwung bekam. Ja, es dreht sich um die Stasi (und Lebensborn, also man tummelt sich sehr in der Zeitgeschichte), aber mehr möchte ich gar nicht spoilen, da eine kryptische Beschreibung des Films etwa in Form von "eine Geschichte, die mit der Wahrhaftigkeit von Identitäten spielt, die Frage nach dem richtigem Leben im falschen stellt und sich im Spannungsgefüge von Opfer und Täter in einer Person dreht", die Spannung für den Film eher aufbauen kann, als andere Beschreibungen, die viel zu viel vorweg nehmen würden.
Fangen wir aber mal von hinten an: Sonntag endete mit einem Film aus der Reihe "Neues Kino aus Kanada". Beat Down ist ein Film über ein fünfzehnjähriges Mädchen, das gegen den Willen ihres Vaters Wrestlerin werden möchte. Nett, aber auch nicht mehr.
Den Samstag haben wir mit dem Dokumentarfilm Holocaust Light - gibt es nicht! verbracht. Die Holocaust-Überlebende Sara Atzmon schildert hier unter der Regie von Ilona Rothin ihr Überleben und nicht zuletzt ihr heutiges erfülltes Leben als Künstlerin und Botschafterin gegen das Vergessen. Atzmon ist eine beeindruckende Frau, die besonders einfühlsam Kinder und Jugendliche mit dem Schrecken des Holocaust in Berührung bringt. Leider wirkt die filmische Umsetzung künstlerisch etwas zu dick aufgetragen, und ganz besonders unangenehm waren die unmöglichen Interviews auf der Straße irgendwelcher Menschen auf der Durchreise. Dennoch bleibt besonders durch die Anwesenheit der faszinierenden Sara Atzmon nach der Filmvorführung dieses Erlebnis in guter Erinnerung.
Der Film, der Lisa und mich völlig umgehauen hat, ist die bemerkenswerte Arbeit Georg Maas', basierend auf dem Romanmanuskript Eiszeiten von Hannelore Hippe. Zwei Leben spielt in Norwegen und Deutschland. Die meiste Zeit bewegen sich Zuschauer und Akteure im Jahr 1990 kurz nach dem Mauerfall. Das Leben Katrine Evensens gerät durch die politische Neuordnung Europas massiv ins Wanken. Um dies zu verhindern und ihr Geheimnis zu behüten, muss Katrine gegen ihren Willen ins alte Leben zurückkehren. Maas schilderte nach der Vorführung die schwierige und langwierige Entstehung seines Films, die erst durch Forian Henckel von Donnersmarcks Erfolg Das Leben der Anderen Finanzierungsaufschwung bekam. Ja, es dreht sich um die Stasi (und Lebensborn, also man tummelt sich sehr in der Zeitgeschichte), aber mehr möchte ich gar nicht spoilen, da eine kryptische Beschreibung des Films etwa in Form von "eine Geschichte, die mit der Wahrhaftigkeit von Identitäten spielt, die Frage nach dem richtigem Leben im falschen stellt und sich im Spannungsgefüge von Opfer und Täter in einer Person dreht", die Spannung für den Film eher aufbauen kann, als andere Beschreibungen, die viel zu viel vorweg nehmen würden.
| Leider gibt es bis dato keinen Trailer zu Zwei Leben |
Samstag, 6. Oktober 2012
Last Days Here: Eine Dokumentation über Pentagram-Sänger Bobby Liebling
Unser Freund Mark hat uns einen Link zu einer Dokumentation des ZDF Spartensenders ZDFkultur geschickt, die mich völlig aus der Bahn geworfen hat. Zu sehen ist der Sänger und Junkie Bobby Liebling, der mit über 50 Jahren im Keller seiner Eltern lebt, weil es seine Band Pentagram nie wirklich geschafft hat bekannt zu werden. Die berührende Story wird von diversen Freunden, Bekannten, Eltern, aber auch Bobby selbst getragen. Dabei wird erzählt, wie Liebling, der seit Jahrzehnten heroin- und crackabhängig ist, durch einen "neuen Hype" rund um seine 1971 gegründete Doom-Metal-Band wieder zurück ins Leben geholt werden soll. Ich kann diese erschütternde Doku nur weiterempfehlen und als Black-Sabbath-Jüngerin natürlich auch auf die grandiose Musik dieser Band verweisen.
Samstag, 22. September 2012
Detropia
Ich habe ja schon über die Geschichte Detroits der letzten Jahre einen Post vor ein paar Wochen verfasst. Nun kommt der erste Dokumentarfilm auf den Markt, der sich mit diesem (amerikanischen) Industriestaaten-Problem befasst.
Hier gibt's einen weiteren Einblick in den Film
Hier gibt's einen weiteren Einblick in den Film
Samstag, 8. September 2012
Jane Birkin - Mother Of All Babes
Auf die Frage von Amanda de Cadenet, "Who is your style icon" via Twitter habe ich vor ein paar Tagen geantwortet: Jane Birkin meets Brody Dalle meets Lelaina Pierce.
Dabei handelt es sich ja nur um zwei in der Realität existierende Personen, wovon die Eine schon das ein oder andere Mal hier umher geschwirrt ist, so dass ich heute mit einer Doku-Empfehlung, einigen Bildern und der ihr zur Ehre geformten Tasche von Hermés (das einzige materiell teure Teil, das ich je besitzen möchte), JANE BIRKIN Platz machen möchte.
Dabei handelt es sich ja nur um zwei in der Realität existierende Personen, wovon die Eine schon das ein oder andere Mal hier umher geschwirrt ist, so dass ich heute mit einer Doku-Empfehlung, einigen Bildern und der ihr zur Ehre geformten Tasche von Hermés (das einzige materiell teure Teil, das ich je besitzen möchte), JANE BIRKIN Platz machen möchte.
Freitag, 7. September 2012
Billie Holiday
Ich habe eine neue Leidenschaft für mich entdeckt und die heißt Billie Holiday. Die Musik war schon immer dabei, aber der Wille sich mit ihrer Biografie auseinanderzusetzen noch nicht. Jetzt ist er da. Die BBC hat eine Dokumentation über sie gemacht und man kann diese Lebensgeschichte gar nicht wirklich fassen. Let's see:
Und hier gibt's meinen liebsten Song von ihr
Und hier gibt's meinen liebsten Song von ihr
Freitag, 24. August 2012
Oma und Bella - kulinarisches Kino
Eigentlich wollte Alexa Karolinski ein Kochbuch zusammenstellen aus den jahrzehntelangen Sammlungen ihrer Familie. Bei einer Station ihrer Familie blieb Alexa haften: ihrer Großmutter Regina Karolinksi (85), die sich gemeinsam eine Wohnung mit ihrer besten Freundin Bella Katz (89) in Berlin-Charlottenburg teilt. Aus dem Buch über Kochideen der Familie, wurde ein Film über die Großmutter und ihre Freundin Bella. Nachdem das nötige Geld auf einer Crowdfundingseite zusammengekommen war, lief der Film auf der diesjährigen Berlinale in der Sektion "Kulinarisches Kino". Alexa ist ein Film über Essen gelungen, über jüdisches Essen und das bewegte Leben zweier Frauen, die seit über fünfzig Jahren Freundinnen sind und von der Kindheit im heutigen Polen über das Dritte Reich bis hin zum Leben in Berlin-Charlottenburg berichten.
Rock Documentaries aka Rockumentaries
Als Verehrer dieses fabelhaften Genres gibt es nun ein paar ausgewählte Rockumentaries, die auf Netflix abrufbar sind.
"30 years. 13 Bands. 1 City!" Kill your Idols ist benannt nachdem gleichnamigen Sonic Youth Song und beschäftigt sich mit der Post-Punk-Strömung der 1980er Jahre in NYC. Die Doku streckt ihre Fühler aber natürlich auch bis heute aus: etwa bis zu grandiosen Bands wie Gogol Bordello oder den Yeah Yeah Yeahs
Hit so hard dreht sich um die ehemalige Schlagzeugerin Patty Schemel der Band Hole und erzählt ihren Weg ins Rockbusiness, das lange Leiden der Sucht und den Rückzug aus dem ganzen Schlamassel
Wer Roky Erickson noch nicht kennt, ist nahezu verpflichtet You're gonna miss me zu schauen.
Der Mastermind der 13th Floor Elevators kämpft seit jeher mit seiner psychischen Verfassung, die leider nicht selten sein großartiges Talent als Songwriter überdeckte. Die hier ist also eine freiwillie Pflichtveranstaltung!
"30 years. 13 Bands. 1 City!" Kill your Idols ist benannt nachdem gleichnamigen Sonic Youth Song und beschäftigt sich mit der Post-Punk-Strömung der 1980er Jahre in NYC. Die Doku streckt ihre Fühler aber natürlich auch bis heute aus: etwa bis zu grandiosen Bands wie Gogol Bordello oder den Yeah Yeah Yeahs
Hit so hard dreht sich um die ehemalige Schlagzeugerin Patty Schemel der Band Hole und erzählt ihren Weg ins Rockbusiness, das lange Leiden der Sucht und den Rückzug aus dem ganzen Schlamassel
Wer Roky Erickson noch nicht kennt, ist nahezu verpflichtet You're gonna miss me zu schauen.
Der Mastermind der 13th Floor Elevators kämpft seit jeher mit seiner psychischen Verfassung, die leider nicht selten sein großartiges Talent als Songwriter überdeckte. Die hier ist also eine freiwillie Pflichtveranstaltung!
Dienstag, 21. August 2012
The Impossible
Der erste ausgereifte Spielfilm über die Tsunamikatastrophe, die Weihnachten 2004 in Thailand geschah, kommt Ende 2012 in die Kinos. Unter der Regie von Juan Antonio Bayona, der bis dato fast nur spanische Produktionen begleitete, kommen Ewan McGregor und Naomi Watts auf die Leinwand. Die Premierendaten unterscheiden sich massiv, so dass der Film ab September auf einigen Festivals und ab ca. Ende Oktober-Januar 2013 auch in den normalen Lichtspielhäusern zu bestaunen sein wird.
Obacht! Der Trailer gehört leider in die Reihe der Wir-erzählen-den-Film-komplett-im-Trailer-Strömung.
Für alle, die gerne noch eine herzzerreißende, ergreifende, überemotionalisierende Dokumentation zu dem Thema schauen möchten, die mich total gekriegt hat, bieten Guido Knopp und seine Schergen von ZDF History das volle Programm: http://bit.ly/OU4q8w
Für alle, die gerne noch eine herzzerreißende, ergreifende, überemotionalisierende Dokumentation zu dem Thema schauen möchten, die mich total gekriegt hat, bieten Guido Knopp und seine Schergen von ZDF History das volle Programm: http://bit.ly/OU4q8w
Donnerstag, 16. August 2012
You don't have to be a Metalhead - Lemmy: The Movie
"Rock'n'Roll is Lemmy. Lemmy is Rock'n'Roll"
Diese vor zwei Jahren erschienene Dokumentation über Lemmy Kilmister hat mich soweit gebracht, dass ich im November Motörhead das erste Mal live sehen werde. Das Ding ist wie ein Virus.
Mittwoch, 15. August 2012
When You're Strange - The Doors
When You're Strange ist die aktuellste aber auch am besten recherchierte und arrangierte Doku über The Doors und Jim Morrison. Montagen aus zuvor noch nie gesichtetem Materialien, Musik en masse und die ergreifende Lebensgeschichte von Mr. Mojo Risin: alles dabei für eine gelungene Musikdoku. Ich war völlig gefesselt. Natürlich bin ich dazu noch ein absoluter Liebhaber der Doors. Dennoch bleibt, für alle, die dieses großartige über alle Maßen fabelhafte Werk noch nicht gesehen haben - Bitte holt dies nach!
Montag, 13. August 2012
Courtney Love: Behind the Music
VH1 produziert immer mal wieder Folgen für die Reihe "Behind the Music" und hat sich für die 212. Episode Courtney Love ausgesucht. Leider ist die sehr zu empfehlende komplette Doku nur über deren Homepage zu erreichen und das auch nur, wenn man von den USA aus zugreift. Ein Überbleibsel ist YouTube jedoch geblieben, sehr sehenswert, aber leider wieder nur der Lebensabschnitt "Kurt Cobain". Trotzdem: Let's have a look!
PUNK'S NOT DEAD
Looks aren't what's important. Your music taste is what I'm judging you on.
Die Dokumentation Punk's Not Dead (Susan Dynner) aus dem Jahre 2007 kommt knapp dreißig Jahre nach dem ersten Ton des Punks um die Ecke und hat fast alle Bekannten mit dabei: Mike Ness (Social Distortion), Billy Joe Armstrong (Green Day), Pennywise, NOFX, Bad Religion, Anti-Flag, X usw. Die Suche nach den Ursprüngen ist genauso dabei wie der "leidige" Einzug in den Mainstream. Der erste Teil darf nicht geschaut werden, da die Gema meckert - ansonsten sind alle anderen Teile zu genießen.
Hier sind die anderen Teile:
Sonntag, 12. August 2012
BBC: Blondie - One Way Or Another
BBC hat diese sehr gelungene Dokumentation über die Band BLONDIE gebastelt, die definitiv einen Blick wert ist.
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