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Samstag, 6. Oktober 2012

Hannah Arendt - der Film

Freundschaft ist die Grundlage aller Menschlichkeit.
Jeder, der Geschichte studiert oder in der Schule aufmerksam zugehört hat, kennt die Begrifflichkeit "Banalität des Bösen". Geprägt hat diesen Begriff eine Frau namens Hannah Arendt. Die deutsch-amerikanische Polittheoretikerin und -philosophin Arendt (1906-1975), wobei sie diese Bezeichnung jedoch Zeit ihres Lebens als Begriff für ihre Tätigkeit ablehnte - wie es auch im, mit Exellenzsternchen ausgezeichneten, Wiki-Artikel zu lesen ist - hat sich besonders mit ihren Berichten zum Eichmann-Prozess 1961 in Israel, die in der Zeitschrift The New Yorker veröffentlicht wurden, ein Denkmal gesetzt. Die Regisseurin Margarethe von Trotta hat nun genau zu diesem Lebensbschnitt einen Film gedreht, der am 10. Januar 2013 seine Premiere in Deutschland feiern wird.



Wer mehr von der Frau, die so großartige Dinge wie etwa "Keiner hat das Recht zu gehorchen" geschrieben hat, wissen möchte, kann die YouTube-Maschine anschmeißen und sich diese Dokumentation anschauen oder aber auch ihre Bücher lesen:

Freitag, 24. August 2012

Oma und Bella - kulinarisches Kino

Eigentlich wollte Alexa Karolinski ein Kochbuch zusammenstellen aus den jahrzehntelangen Sammlungen ihrer Familie. Bei einer Station ihrer Familie blieb Alexa haften: ihrer Großmutter Regina Karolinksi (85), die sich gemeinsam eine Wohnung mit ihrer besten Freundin Bella Katz (89) in Berlin-Charlottenburg teilt. Aus dem Buch über Kochideen der Familie, wurde ein Film über die Großmutter und ihre Freundin Bella. Nachdem das nötige Geld auf einer Crowdfundingseite zusammengekommen war, lief der Film auf der diesjährigen Berlinale in der Sektion "Kulinarisches Kino". Alexa ist ein Film über Essen gelungen, über jüdisches Essen und das bewegte Leben zweier Frauen, die seit über fünfzig Jahren Freundinnen sind und von der Kindheit im heutigen Polen über das Dritte Reich bis hin zum Leben in Berlin-Charlottenburg berichten.

Dienstag, 14. August 2012

Eine Zeitmaschine durch die Zeitgeschichte: Der Spiegel macht es möglich.

Ich bin schon durchgeflogen. Die Plattform einestages des Spiegels bietet eine Reise durch die Bilderwelt des 20. Jahrhunderts und unser kollektives Gedächtnis an. Ach, wie schön...


Macht es fast so wie der Timemachine-Guy:

The timemachineguy

http://einestages.spiegel.de/page/TimeMachine.html

Donnerstag, 12. Juli 2012

Ian Mortimer gibt uns Hoffnung!




Der britische Historiker Ian Mortimer ist das angeblich schwarze Schaf unser Zunft (Historiker), denn er wagt es, Geschichte furchtbar interessant zu erzählen und sich von der "Freunde-schreiben-für- Freunde-Mentalität" zu verabschieden. Man möge mich nicht falsch verstehen: Jedes Thema soll und darf es geben, aber besonders als Public Historian öffne ich meinen Blick natürlich in die Richtung einer Auseinandersetzung mit Geschichte, die für viele Menschen interessant, spannend und aufregend sein kann. Ian Mortimer schafft dies mit seinem Buch: "The Time Traveller's Guide To Medieval England"

Er berichtete in der letzten Ausgabe des Spiegels von einigen interessanten Erkenntnissen seiner Recherche, etwa von der kostanten Gewaltbereitschaft der Menschen: "The excessive violence was partly a product of the fact that adults in those days drank alcohol constantly. It was considered the only way to ingest liquids without poisoning oneself. And because of these marauding drunks, it was quite dangerous to be out alone. Women, in particular, almost never traveled on their own."   
Ihrem Hygieneverständnis:
SPIEGEL: Conventions governing the other end of the digestive process, however, were not quite so strict ...
Mortimer: That's true. A man passing an acquaintance urinating by the side of the road would simply doff his hat in friendly greeting. Where else were they supposed to go? The flushable water closet wasn't invented by Sir John Harington until 1596 -- and for another 200 years after that, it was regarded as a useless curiosity. In a town, only the wealthy could afford to have a private cesspit emptied regularly.

Oder dem heutigen Trugschluss, dass die Menschen des Mittelalters nicht unter Umweltverschmutzung litten:
That is a great fallacy! The water was extremely polluted. Slaughterhouse waste and human feces ran directly into the rivers. River water wasn't considered fit to drink. Rainwater was believed to have the best quality, and this is what people used to dilute their wine and brew their beer. Drinking the water straight was unthinkable.

Ian Mortimer versteht sich als ein großer Erzähler der Geschichte und schafft es - zwar von vielen Kollegen aufgrund von angeblich fehlender Objektivität gehasst - das Vergangene so zum Leben zu erwecken, dass eine Zeithistorikern wie ich sein Buch kaufen wird.

Hier das komplette Interview: http://bit.ly/LhV9VC. Die Bücher von Mortimer sind bis dato nur englisch erschienen, was er zu Recht auf seinem Twitterprofil moniert.

Dienstag, 26. Juni 2012

Kulturen des Bruchs

Und mal wieder hat mich meine liebe Freundin Katharina darauf gestoßen:

Die Kulturstiftung des Bundes bietet an diesem Wochenende eine Tagung zum Thema Kulturen des Bruchs vom 28. bis 30. Juni 2012 in Berlin an.

Tagung Kulturen des Bruchs 

"Keine andere Zeit rechnet so mit den Beständen wie unsere Gegenwart. Unsere Speicher sind randvoll mit den Errungenschaften vergangener Zeiten. Gerade die zwei Jahrzehnte nach dem Fall der Mauer standen im Zeichen forcierter historischer Selbstvergewisserung. Die Erinnerungskultur wurde zur geheimen Räson der sich formierenden Berliner Republik und das "Gedächtnis" stieg zur Leitvokabel auf." (Kulturstiftung des Bundes) 

Die Tagung könnte natürlich besonders für Historiker_innen interessant sein, die sich die Frage nach der Stellung und Funktion ihrer Berufsgruppe innerhalb der Gesellschaft stellen.

Montag, 18. Juni 2012

Public History

Eine wundervolle Empfehlung meiner Freundin Katharina:

This ain't California
Ein Film über eine handvoll Jungs, die skateboarden, das natürlich Anfang der 1980er, und zufällig in der DDR leben.


Samstag, 16. Juni 2012

Public History

In dieser Folge der Rubrik Public History möchte ich den Dokumentarfilm Meine Familie, die Nazis und ich von Chanoch Ze'evi ans Herz legen.
Nachkommen führender Nationalsozialsten wie Himmler, Frank, Göring oder Höß schildern eindringlich ihr ringen mit der Last der Erinnerung, ihrer Herkunft und der damit verbundenen wie empfundenen Schuld.
Rainer Höß, Enkel des Lagerkommandanten Auschwitz', mit einem Überlebenden des KZ

Donnerstag, 14. Juni 2012

Public History

In der Reihe Lebenszeit des Deutschlandfunk fand vor ein paar Monaten eine Sendung zum Thema "Die Last der Vergangenheit - Stasikinder erzählen" statt. Aufhänger dieser Auseinandersetzung war das Buch "Stasikinder. Aufwachsen im Überwachungsstaat" der Autorin Ruth Hoffmann. Die Sendung wurde von folgenden Gästen begleitet: 

- Prof. Harald Freyberger, Arzt und Professor für Psychiatrie, psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Uni Greifswald

- Nicole Glocke, Historikerin und freie Autorin, Tochter eines ehemaligen Stasi-Spions in der BRD

- Stefan Herbrich, Sohn eines ehem. hauptamtlichen Mitarbeiters beim MfS

- Ruth Hoffmann, Journalistin und Buchautorin




Dienstag, 12. Juni 2012

Public History

Neben meinen bisherigen Themen möchte ich eine neue Kategorie einführen und meiner erst kürzlich erworbenen Pflicht als Public Historian nachgehen. Die Rubrik Public History wird sich demnach mit historischen Themen auseinandersetzen oder auf interessante Artikel, Ausstellungen, Bücher etc. verweisen. 

In der ersten Folge:

Die Geschichte der 1925 geborenen Eva Benda, das Überleben im KZ und ihren größten Verlust - die Liebe ihres Lebens. 

Unbeschwerte Kindheit
Eva, 1933.